Naturheilkundliche Impfbegleitung

Ein Impfstoff wird in der Chinesischen Medizin als pathogener Faktor (pathogen = krankmachend) gesehen, der direkt in den Körper bis in tiefere Schichten gebracht wird. Dadurch wird das Qi (Lebensenergie) geschwächt.

Damit keine Komplikationen auftreten, sollte das Kind vor einer Impfung in einem guten Allgemeinzustand sein, d.h. es sollte keine laufende oder verstopfte Nase haben, keinen Husten, keine häufigen Infekte, keine Koliken, keinen weichen Stuhlgang oder Verstopfung haben, der Appetit sollte gut sein und es sollte nicht wählerisch beim Essen sein.

Ist das Kind gesund und stark genug, kann der Körper sich selbst gegen den pathogenen Faktor wehren und Komplikationen durch die Impfung sind nicht zu befürchten.
Bei schwachen Kindern und Kindern, die vor der Impfung Beschwerden haben, können sich neue Symptome entwickeln oder alte Beschwerden verschlimmern bzw. chronisch werden.

 

Impfvorbereitung:

Vor einer Impfung sollte zunächst der Gesundheitszustand überprüft und der Organismus gestärkt werden. Dieses kann mit der Akupunktur geschehen, die 2 – 3 mal durchgeführt wird. Zusätzlich werden für 3 Wochen Kräuter verordnet. Durch eine stärkende Ernährung wird die Impfvorbereitung noch unterstützt.

 

Impfnachbereitung:

Für zwei Wochen wird nach einer Impfung behandelt. 1 – 3 Tage nach der Impfung wird mit der Akupunktur begonnen. Es soll die Ausleitung des pathogenen Faktors bewirken und den Körper stärken. Gleichzeitig wird eine Kräuterrezeptur verordnet und ein homöopathisches Mittel zur Ausleitung über mehrere Wochen verabreicht.

Vor einer Masernimpfung sollte unbedingt eine Impfvorbereitung stattfinden, wenn die Geburt schwierig war, lange gedauert hat oder eine Saugglocke oder Zange zu Hilfe genommen wurde. Bei der Impfvorbereitung werden mit der Akupunktur so weit wie möglich Blockaden gelöst, die durch das Geburtstrauma entstanden sind.

Vor einer Polioimpfung sollte die Wirbelsäule von Blockaden befreit werden und der Rücken sollte warm sein. Hierzu wird Akupunktur und evtl. Moxa angewendet.

Eine Vorbereitung auf die Keuchhustenimpfung ist wichtig, wenn die Lymphknoten im Hals-, Nacken- oder Leistenbereich geschwollen sind oder das Kind zu Ekzemen neigt. Hierbei ist evtl. eine längere Impfvorbereitung nötig, je nach Schwere der Symptome und Krankheitsdauer.

Anders als manche Naturheilkundler lehne ich Impfungen grundsätzlich nicht ab, sondern halte sie überwiegend für notwendig. Aber ich denke schon im Gegensatz zur Schulmedizin, dass hier eine gründliche Vorbereitung notwendig ist, um Begleiterscheinungen, Impfkomplikationen so gut wie möglich zu verhindern. Dazu dient mir die TCM ohne Anspruch auf wissenschaftliche Beweise für diese Unterstützung, an die ich glaube.